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Camping für Fortgeschrittene: Erfahrungen, Tipps und Fehler, die man vermeiden sollte

Geschrieben von: Thomas Helfrich
Read Time: 16 mins
Veröffentlicht: 04. August 2023
Zugriffe: 2694

Camping für Fortgeschrittene in der Natur

Ich campe seit vielen Jahren und lebe selbst lange Zeit im Wohnwagen. Dadurch sieht man Camping irgendwann anders. Am Anfang nimmt man oft zu viel mit, macht sich über manche Dinge zu wenig Gedanken und verlässt sich darauf, dass schon alles irgendwie klappt. Später merkt man: Die wichtigen Dinge sind oft nicht die großen Anschaffungen, sondern die kleinen Erfahrungen aus dem Alltag.

Fortgeschrittenes Camping bedeutet für mich nicht, möglichst extrem unterwegs zu sein. Es bedeutet auch nicht, die teuerste Ausrüstung zu besitzen oder jeden neuen Trend mitzumachen. Es heißt eher, den eigenen Ablauf zu kennen, den richtigen Platz auszuwählen, Wetter und Umgebung ernst zu nehmen und mit weniger Stress unterwegs zu sein.

Wer schon ein paar Mal gecampt hat, entwickelt mit der Zeit ein Gefühl dafür, was wirklich wichtig ist. Man nimmt nicht mehr alles mit, nur weil es praktisch aussehen könnte. Man weiß besser, wann ein Platz zu einem passt und wann nicht. Und man merkt, dass manche Fehler erst dann passieren, wenn man glaubt, längst alles im Griff zu haben.

 

▾ Inhalt

  1. Der richtige Campingplatz
  2. Camping mit Kindern
  3. Wintercamping
  4. Allein campen
  5. Kochen beim Camping
  6. DIY-Ausrüstung
  7. Autark stehen
  8. Camping in verschiedenen Umgebungen
  9. Technik beim Camping
  10. Camping mit Hund
  11. Nachhaltig campen
  12. Meine Erfahrung

 

Der richtige Campingplatz ist wichtiger als viele denken

Die Wahl des richtigen Campingplatzes

Ein schöner Campingplatz auf Bildern ist nicht automatisch der richtige Platz für den eigenen Urlaub. Das habe ich selbst oft genug erlebt. Manche Plätze sehen online traumhaft aus, sind dann aber in der Hauptsaison völlig überfüllt. Andere wirken auf den ersten Blick einfach, sind aber genau richtig, wenn man Ruhe sucht.

Als fortgeschrittener Camper schaut man deshalb nicht nur auf schöne Fotos. Wichtiger sind Fragen wie: Wie groß ist der Platz? Wie eng stehen die Parzellen? Gibt es Schatten? Wie sind die Sanitäranlagen bewertet? Sind Hunde erlaubt? Gibt es Ruhezeiten? Wie weit ist es zur Entsorgung, zum Wasser, zum Strand oder zum nächsten Ort?

Auch die eigene Reiseart spielt eine große Rolle. Wer mit Kindern unterwegs ist, braucht andere Dinge als jemand, der allein reist. Wer mit Hund campt, achtet auf Auslaufmöglichkeiten und Regeln. Wer mit großem Wohnwagen fährt, sollte sich vorher anschauen, ob Zufahrt und Stellplatz wirklich passen.

Gerade bei abgelegenen Plätzen ist Vorbereitung wichtig. Nicht jeder schöne Ort ist auch praktisch erreichbar. Schmale Zufahrten, steile Wege oder matschige Wiesen können mit Wohnwagen oder schwerem Wohnmobil schnell unangenehm werden. Abenteuer ist schön, aber man sollte vorher wissen, worauf man sich einlässt.

Ich schaue mir inzwischen auch an, wie ein Platz bei schlechtem Wetter funktionieren würde. Gibt es befestigte Wege? Steht man auf Wiese oder Schotter? Gibt es genug Platz zum Rangieren? Solche Kleinigkeiten fallen im Sonnenschein kaum auf, können aber bei Regen oder voller Belegung entscheidend sein.

 

Camping mit Kindern: weniger Programm, mehr Gelassenheit

Mit Kindern campen

Camping mit Kindern kann wunderbar sein. Kinder sind draußen oft viel freier als zu Hause. Sie finden schnell andere Kinder, fahren mit dem Fahrrad über den Platz, entdecken Tiere, sammeln Steine oder helfen beim Aufbau mit. Trotzdem sollte man Camping mit Kindern nicht unterschätzen.

Wichtig ist, den Platz passend auszuwählen. Ein kinderfreundlicher Campingplatz muss nicht riesig sein, aber er sollte sicher und übersichtlich sein. Spielplatz, kurze Wege, wenig Verkehr und saubere Sanitäranlagen machen den Alltag deutlich leichter. Auch ein See, ein kleiner Bach oder ein Pool können für Kinder natürlich ein großer Vorteil sein.

Aus meiner Sicht braucht man beim Camping mit Kindern nicht jeden Tag ein volles Programm. Oft reichen einfache Dinge: Stockbrot, eine kleine Wanderung, ein Kartenspiel, eine Taschenlampe am Abend oder gemeinsam kochen. Kinder brauchen nicht immer Animation. Sie brauchen Sicherheit, Beschäftigung und Erwachsene, die nicht bei jeder Kleinigkeit gestresst reagieren.

Wichtig ist aber auch: Kinder müssen wissen, wo Grenzen sind. Nicht über fremde Parzellen laufen, nicht allein zur Entsorgung, vorsichtig mit Feuer umgehen und Rücksicht auf andere Camper nehmen. Gerade auf einem Campingplatz lernen Kinder schnell, dass Freiheit und Verantwortung zusammengehören.

Ein guter Platz für Familien ist deshalb nicht automatisch der Platz mit dem größten Freizeitprogramm. Manchmal ist ein überschaubarer Campingplatz, auf dem Kinder sich schnell zurechtfinden, viel entspannter als eine riesige Anlage mit Dauerbeschallung.

 

Wintercamping: schön, aber nicht nebenbei gemacht

Camping im Winter

Wintercamping hat seinen eigenen Reiz. Die Plätze sind ruhiger, die Luft ist klarer und ein gut geheizter Wohnwagen oder ein winterfestes Wohnmobil kann richtig gemütlich sein. Aber Wintercamping verzeiht weniger Fehler als Camping im Sommer.

Die wichtigste Frage ist: Ist die Ausrüstung wirklich wintertauglich? Dazu gehören nicht nur Heizung und Schlafsack, sondern auch Gasversorgung, Wasserleitungen, Abwasser, Isolierung, Strom und Belüftung. Gerade Kondenswasser wird im Winter schnell zum Problem. Wer den Innenraum stark aufheizt, aber Schränke, Ecken und Stauräume nicht beachtet, kann Feuchtigkeit und Schimmel bekommen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man beim Anheizen eines kalten Wohnwagens am besten auch Schränke und Staufächer öffnet. Sonst bleibt dort die kalte Luft stehen, während der Wohnraum schon warm ist. Kleidung, Handtücher oder Vorräte können dann Feuchtigkeit ziehen. Das merkt man manchmal erst, wenn es muffig riecht oder sich an versteckten Stellen Kondenswasser bildet.

Auch der Gasverbrauch wird oft unterschätzt. Im Sommer hält eine Gasflasche lange, im Winter kann sie je nach Temperatur sehr schnell leer sein. Wer länger steht, sollte deshalb wissen, wo er Gas bekommt, welche Flaschen im Reiseland üblich sind und ob Adapter nötig sind. Eine automatische Umschaltung zwischen zwei Gasflaschen kann im Winter sehr angenehm sein, weil man nachts nicht plötzlich ohne Heizung dasteht.

Bei Schnee und Frost kommt noch die Platzwahl dazu. Steht man schief, vereist der Boden oder kommt man morgens nicht mehr weg, ist der Spaß schnell vorbei. Wintercamping ist kein Hexenwerk, aber man sollte es ernst nehmen. Wer gut vorbereitet ist, kann dafür eine sehr besondere Seite des Campings erleben.

 

Allein campen: Freiheit mit Verantwortung

Alleine campen

Allein zu campen kann sehr angenehm sein. Man entscheidet selbst, wann man fährt, wo man bleibt und wie der Tag aussieht. Kein Abstimmen, kein Warten, keine Kompromisse. Gerade wer Ruhe sucht, kann beim Alleincamping viel Kraft tanken.

Trotzdem sollte man nicht leichtsinnig werden. Allein unterwegs zu sein bedeutet, dass man Probleme zuerst selbst lösen muss. Eine Panne, schlechtes Wetter, Krankheit oder ein unsicheres Gefühl auf einem Stellplatz sind allein anders als zu zweit oder in einer Gruppe.

Deshalb sollte man jemandem sagen, wo man ungefähr unterwegs ist. Das klingt vielleicht altmodisch, ist aber sinnvoll. Auch ein geladenes Handy, eine Powerbank, eine kleine Notfallausrüstung und ein Plan B für die Nacht gehören dazu.

Beim Alleincamping verlasse ich mich vor allem auf mein Gefühl. Wenn ein Platz komisch wirkt, bleibe ich nicht. Wenn die Umgebung nicht passt, fahre ich weiter. Fortgeschrittenes Camping heißt auch, nicht aus falschem Stolz irgendwo zu bleiben, wo man sich nicht wohlfühlt.

Das gilt übrigens nicht nur beim freien Stehen oder auf Stellplätzen, sondern auch auf Campingplätzen. Manchmal merkt man schon beim Ankommen, dass ein Platz nicht zur eigenen Stimmung passt. Dann ist es besser, weiterzufahren, statt sich den Aufenthalt schönzureden.

 

Kochen beim Camping: einfach schlägt kompliziert

Kochen beim Camping

Beim Camping muss Essen nicht langweilig sein. Aber es muss praktisch bleiben. Wer schon öfter draußen gekocht hat, weiß: Die besten Gerichte sind nicht unbedingt die aufwendigsten. Sie sind die, die mit wenig Aufwand funktionieren, wenig Abwasch machen und auch dann gelingen, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Eine gute Campingküche besteht nicht aus möglichst vielen Geräten, sondern aus Dingen, die wirklich genutzt werden. Ein zuverlässiger Kocher, eine gute Pfanne, ein Topf, ein scharfes Messer, ein Brett, Gewürze und eine ordentliche Aufbewahrung reichen oft schon aus.

Vorbereitung hilft enorm. Gemüse kann man teilweise zu Hause schneiden, Fleisch oder Fisch vorbereiten, haltbare Lebensmittel sinnvoll sortieren. Nudeln, Reis, Couscous, Eier, Gemüse, Brot, Käse, Dosen und einfache Saucen sind Klassiker, weil sie flexibel sind.

Wichtig ist auch die Sauberkeit. Lebensmittelreste ziehen schnell Wespen, Ameisen oder andere Tiere an. Gekocht wird nicht im Zelt, offenes Feuer nur dort, wo es erlaubt ist, und Fett oder Essensreste gehören nicht in die Natur. Wer beim Kochen Ordnung hält, hat beim Camping deutlich weniger Stress.

Ich finde auch: Man muss beim Camping nicht so tun, als wäre man in einer Restaurantküche. Ein einfaches Essen, draußen gegessen, schmeckt oft besser als ein kompliziertes Gericht, bei dem danach der halbe Platz aufgeräumt werden muss.

 

DIY-Ausrüstung: sinnvoll, wenn sie wirklich hilft

DIY Camping-Ausrüstung

Selbstgemachte Campinglösungen können richtig praktisch sein. Aber nicht alles, was nach DIY klingt, ist unterwegs auch sinnvoll. Große Palettenmöbel oder sperrige Bastellösungen passen kaum zu einem echten Campingalltag. Entscheidend ist, ob die Lösung leicht, robust und nützlich ist.

Praktisch sind zum Beispiel kleine Ordnungssysteme, selbst gebaute Kabelhalter, Heringtaschen, Windschutzlösungen für den Kocher, einfache Reparatursets oder Aufbewahrungsboxen, die genau in den Stauraum passen. Solche Dinge entstehen oft aus Erfahrung, weil man merkt, was einen im Alltag wirklich nervt.

Auch Reparaturen gehören für mich zum fortgeschrittenen Camping dazu. Ein paar Schrauben, Kabelbinder, Gewebeband, Ersatzsicherungen, kleine Werkzeuge und Dichtmittel können unterwegs viel retten. Man muss keine Werkstatt dabeihaben, aber ein kleines Set für typische Probleme ist Gold wert.

Ich habe zum Beispiel selbst erlebt, dass im Wohnwagen kleine Dinge wie Scharniere, Schrauben oder dünne Holzstellen irgendwann zum Thema werden. Dann hilft kein schöner Ausrüstungskatalog, sondern eine einfache, stabile Lösung. Gerade im Campingalltag zeigt sich, ob etwas wirklich praktisch ist oder nur gut aussieht.

DIY ist dann gut, wenn es den Campingalltag einfacher macht. Nicht, wenn es nur Arbeit produziert.

 

Autark stehen: Strom, Wasser und Verbrauch realistisch einschätzen

Viele Camper träumen davon, möglichst autark zu stehen. Das kann sehr angenehm sein, aber man sollte die eigenen Verbräuche kennen. Eine Solaranlage allein macht noch keinen autarken Urlaub. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Solarmodulen, Batterie, Wetter, Verbrauch und den eigenen Gewohnheiten.

Im Sommer funktioniert vieles einfacher. Die Sonne liefert Strom, der Kühlschrank läuft, Licht braucht man kaum, und man hält sich viel draußen auf. Im Winter sieht es anders aus. Weniger Sonne, längere Nächte, mehr Strombedarf und eventuell zusätzliche Verbraucher machen sich schnell bemerkbar.

Wer Laptop, Handy, Licht, Wasserpumpe, Heizungselektronik oder andere Geräte nutzt, sollte wissen, wie viel Energie tatsächlich gebraucht wird. Auch Wasser wird oft unterschätzt. Beim Spülen, Waschen, Duschen oder Abwaschen merkt man schnell, ob man bewusst damit umgeht oder nicht.

Autarkie bedeutet für mich deshalb nicht, unbegrenzt unabhängig zu sein. Es bedeutet, die eigenen Grenzen zu kennen. Wer weiß, wie lange Strom, Wasser und Gas reichen, steht entspannter. Wer nur hofft, dass es schon passt, wird irgendwann überrascht.

 

Camping in verschiedenen Umgebungen

Camping in verschiedenen Landschaften

Camping am Meer ist anders als Camping in den Bergen. Ein Waldplatz ist anders als ein Stellplatz in Stadtnähe. Wer schon verschiedene Umgebungen erlebt hat, weiß: Jede Landschaft bringt eigene Vorteile und eigene Probleme mit.

Am Strand sind Wind, Sand, Salz und Sonne wichtige Themen. In den Bergen können Wetterumschwünge, steile Zufahrten und kühlere Nächte eine Rolle spielen. Im Wald hat man oft Schatten und Ruhe, aber auch mehr Feuchtigkeit, Insekten und manchmal schlechten Satelliten- oder Mobilfunkempfang. In stadtnahen Bereichen ist die Lage praktisch, dafür fehlt oft das Naturgefühl.

Deshalb sollte man seine Ausrüstung und Erwartungen an die Umgebung anpassen. Es macht einen Unterschied, ob man drei Tage auf einem Familienplatz am See steht oder im Frühjahr auf einem einfachen Naturplatz mit kalten Nächten.

Fortgeschrittene Camper planen nicht alles kompliziert, aber sie denken vorher darüber nach, was die Umgebung verlangt.

 

Technik beim Camping: hilfreich, aber kein Ersatz für Erfahrung

Apps und Technik beim Camping

Technik kann Camping deutlich erleichtern. Wetter-Apps, Campingplatz-Apps, Navigation, Solarladegeräte, Powerbanks oder kleine LED-Lampen sind praktisch. Auch für die Routenplanung und das Finden von Stellplätzen sind Apps heute kaum noch wegzudenken.

Trotzdem sollte man sich nicht blind darauf verlassen. Empfang gibt es nicht überall, Akkus werden leer, Wetter-Apps liegen daneben und Navigationsgeräte kennen nicht jede enge Straße. Gerade mit Wohnwagen oder großem Wohnmobil sollte man nicht jeder Route folgen, nur weil das Gerät sie vorschlägt.

Für mich ist Technik ein Werkzeug, kein Ersatz für Aufmerksamkeit. Eine gute Wetter-App hilft, aber der Blick zum Himmel bleibt wichtig. Eine Camping-App hilft bei der Platzsuche, ersetzt aber nicht das eigene Gefühl vor Ort. Und eine Taschenlampe im Handy ist nett, aber eine richtige Stirnlampe oder kleine Notlampe ist beim Camping oft deutlich sinnvoller.

Auch bei Solartechnik und Batterien gilt: Man sollte nicht nur auf Prospektwerte schauen. Entscheidend ist, was im eigenen Alltag tatsächlich funktioniert. Wer seine Technik kennt, ist entspannter unterwegs. Wer sie nur einschaltet und hofft, dass alles läuft, steht irgendwann ratlos davor.

 

Camping mit Hund oder Haustier

Camping mit Hund und Haustier

Wer mit Hund campt, hat noch einmal andere Anforderungen. Nicht jeder Platz erlaubt Hunde, und selbst hundefreundliche Plätze haben oft klare Regeln. Leinenpflicht, Hundeduschen, Auslaufbereiche oder bestimmte Wege sollte man vorher prüfen.

Ich bin selbst mit Hund unterwegs und weiß: Ein Hund kann das Camping schöner machen, aber er bringt auch Verantwortung mit. Nicht jeder Nachbar mag Hunde. Nicht jeder Hund kommt mit fremden Menschen, Kindern oder anderen Tieren gut zurecht. Deshalb sollte der Hund auf dem Platz gesichert sein und nicht einfach über fremde Parzellen laufen.

Wichtig sind ausreichend Wasser, Schatten, Futter, Leine, Kotbeutel, Impfpass und je nach Reiseland auch die nötigen Einreisebestimmungen. Bei Hitze muss man besonders vorsichtig sein. Ein Wohnwagen oder Auto kann sich sehr schnell aufheizen.

Camping mit Hund funktioniert gut, wenn man Rücksicht nimmt. Dann ist es für Mensch, Tier und Nachbarn entspannter.

 

Nachhaltig campen: nicht perfekt, aber bewusst

Nachhaltig campen und Natur achten

Nachhaltiges Camping bedeutet für mich nicht, alles perfekt zu machen. Es bedeutet, bewusster unterwegs zu sein. Müll vermeiden, Wasser sparen, Strom nicht unnötig verbrauchen, Grauwasser richtig entsorgen und die Natur nicht als kostenlosen Abstellplatz behandeln.

Viele Dinge sind eigentlich selbstverständlich: keinen Müll liegen lassen, keine Zigarettenreste in die Natur werfen, keine Pflanzen beschädigen, keine Tiere füttern und keine Spuren hinterlassen. Trotzdem sieht man leider immer wieder, dass genau das nicht beachtet wird.

Auch beim Thema Ausrüstung kann man nachhaltiger denken. Nicht jedes neue Teil ist nötig. Oft ist es besser, vorhandene Dinge länger zu nutzen, zu reparieren oder gebraucht zu kaufen. Gerade beim Camping merkt man schnell, dass weniger Ausrüstung manchmal mehr Ruhe bringt.

Nachhaltigkeit hat auch mit Rücksicht zu tun. Auf die Natur, auf andere Camper und auf die Menschen, die nach einem selbst kommen.

 

Meine Erfahrung: Fortgeschritten wird man durch Fehler

Niemand wird als erfahrener Camper geboren. Man lernt durch Reisen, durch schlechtes Wetter, durch vergessene Dinge, durch falsche Platzwahl und durch kleine Pannen. Genau daraus entsteht Erfahrung.

Ich habe über die Jahre gelernt, dass Camping nicht komplizierter werden muss, nur weil man erfahrener wird. Im Gegenteil: Man sortiert vieles aus. Man weiß besser, was man braucht, was nur Platz wegnimmt und welche Fehler man nicht noch einmal machen möchte.

Fortgeschrittenes Camping heißt für mich: vorbereitet sein, aber nicht verkrampft. Technik nutzen, aber nicht abhängig werden. Die Natur genießen, aber respektieren. Hilfe annehmen, aber auch selbst helfen. Und vor allem: ruhig bleiben, wenn etwas nicht sofort klappt.

Denn genau das ist Camping. Es läuft selten alles perfekt. Aber wenn man mit ein bisschen Erfahrung, Gelassenheit und Respekt unterwegs ist, wird aus fast jeder Reise eine gute Geschichte.

 

Zusammengefasst: Camping wird mit Erfahrung entspannter

Camping für Fortgeschrittene bedeutet nicht, immer weiter, wilder oder extremer unterwegs zu sein. Es bedeutet, bewusster zu reisen und den eigenen Campingalltag besser zu kennen.

Der richtige Platz, passende Ausrüstung, ein realistischer Blick auf Wetter und Umgebung, Rücksicht auf andere und ein paar praktische Lösungen machen den Unterschied. Ob mit Kindern, Hund, allein, im Sommer oder im Winter: Je besser man vorbereitet ist, desto entspannter wird das Campen.

Am Ende bleibt Camping für mich eine der ehrlichsten Arten zu reisen. Man ist draußen, lebt einfacher und merkt schnell, was wirklich wichtig ist. Genau deshalb wird Camping mit Erfahrung nicht langweiliger, sondern besser.

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Schlagworte

Gegen Sturm sichern Kauf und Verkauf Wohnwagen Diebstahlschutz Reifen

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