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Der richtige Campingplatz für Dich

Geschrieben von: Thomas Helfrich
Read Time: 13 mins
Veröffentlicht: 18. Juli 2023
Zugriffe: 5059
Der perfekte Campingplatz

Titelbild/Beitragsbild: Foto © by depositphotos.com | Multiart

Ich campe seit vielen Jahren und habe dabei sehr unterschiedliche Plätze erlebt: einfache Naturplätze, klassische Urlaubscampingplätze, große Ferienparks, Stellplätze für Durchreisende und Plätze, auf denen vor allem Dauercamper stehen. Jeder dieser Plätze kann gut sein – aber eben nicht für jeden Camper.

Gerade Anfänger achten oft zuerst auf schöne Fotos, Bewertungen oder den Preis. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. Entscheidend ist, ob der Platz zum eigenen Urlaub passt. Wer mit Kindern reist, braucht andere Dinge als jemand, der mit Hund unterwegs ist. Wer Ruhe sucht, wird auf einem großen Animationsplatz vielleicht nicht glücklich. Und wer nur eine Nacht auf der Durchreise bleibt, stellt andere Ansprüche als jemand, der drei Wochen Sommerurlaub macht.

 

▾ Inhalt

  • Was ist ein Campingplatz?
  • Welche Arten von Campingplätzen gibt es?
  • Wie finde ich den passenden Campingplatz?
  • Die Wahl des richtigen Stellplatzes
  • Was kosten Campingplätze?
  • Sicherheit auf dem Campingplatz
  • Zusammengefasst

 

Was ist ein Campingplatz?

Ein Campingplatz ist ein offiziell betriebener Platz, auf dem Zelte, Wohnwagen, Wohnmobile oder andere Campingunterkünfte für eine bestimmte Zeit stehen dürfen. Die meisten Campingplätze bieten zumindest eine Grundausstattung mit Sanitäranlagen, Frischwasser, Entsorgung und Stellflächen. Je nach Platz kommen Stromanschlüsse, WLAN, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Spielplätze, Schwimmbäder oder Mietunterkünfte hinzu.

Die Nutzung ist in der Regel kostenpflichtig. Die Preise hängen stark von Lage, Saison, Ausstattung, Stellplatzgröße, Personenanzahl und Zusatzleistungen ab. Ein einfacher Platz auf dem Land ist meist deutlich günstiger als ein großer Ferienpark direkt am Meer oder an einem beliebten See.

Wichtig ist: Ein Campingplatz ist nicht automatisch nur ein Platz für Zelte. Heute reicht die Spannweite vom einfachen Naturcampingplatz bis zum großen Campingresort mit Wellness, Animation und Mobilheimen. Genau deshalb sollte man vor der Buchung genauer hinschauen.

 

Welche Arten von Campingplätzen gibt es?

Campingplätze unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem in ihrer Ausrichtung. Manche Plätze sind für längere Aufenthalte gedacht, andere für Reisende, Familien, Wohnmobile, Naturfreunde oder Camper, die möglichst viel Komfort suchen.

Aus meiner Erfahrung ist es sinnvoll, nicht nur zu fragen: „Ist der Platz schön?“, sondern: „Passt dieser Platz zu meinem Campingstil?“

 

Dauercampingplätze

Dauercampingplatz mit fest stehenden Wohnwagen
Foto © by depositphotos.com | chasdesign

Dauercampingplätze oder Dauercampingbereiche sind für Camper gedacht, die ihren Wohnwagen über längere Zeit an einem festen Ort stehen lassen. Oft werden solche Plätze für eine Saison oder für ein ganzes Jahr gemietet. Viele Dauercamper richten sich ihren Platz mit Vorzelt, Terrasse, Gartenmöbeln oder kleinen Aufbewahrungslösungen ein.

Das kann sehr angenehm sein, wenn man regelmäßig an denselben Ort fahren möchte. Man muss nicht jedes Mal alles neu aufbauen und hat fast so etwas wie ein kleines zweites Zuhause. Allerdings ist Dauercamping weniger flexibel. Wer gerne ständig neue Orte entdeckt, wird damit vielleicht nicht glücklich.

Auf manchen Campingplätzen sind Dauercamper und Urlaubsgäste getrennt untergebracht. Das kann sinnvoll sein, weil beide Gruppen oft unterschiedliche Erwartungen haben. Dauercamper mögen Ruhe und feste Abläufe, Reisecamper bleiben meist nur kurz und sind häufiger unterwegs.

 

Campingplätze für reisende Urlauber

Campingplatz für reisende Urlauber mit Wohnmobilen und Wohnwagen
Foto © by depositphotos.com | cookelma

Viele klassische Campingplätze richten sich an Urlauber, die einige Tage oder Wochen bleiben. Dort findet man Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte. Die Ausstattung reicht von einfach bis komfortabel. Häufig gibt es Sanitäranlagen, Strom, Wasserstellen, Entsorgung, Brötchenservice, Spielplätze oder ein kleines Restaurant.

Solche Plätze sind ideal für Familien, Paare und Camper, die eine gute Mischung aus Campinggefühl und Infrastruktur suchen. Man steht nicht völlig abgeschieden, hat aber trotzdem sein eigenes kleines Stück Platz im Freien.

Bei der Buchung sollte man auf die Lage achten. Ein Platz direkt am See oder Meer ist natürlich attraktiv, kann in der Hauptsaison aber voll und teuer sein. Ein Platz etwas abseits ist manchmal ruhiger und günstiger, dafür braucht man eventuell Fahrrad, Auto oder Bus, um zum Wasser oder in den Ort zu kommen.

 

Naturcampingplätze und einfache Plätze für Selbstversorger

Naturcampingplatz mit einfacher Ausstattung
Foto © by depositphotos.com | cookelma

Naturcampingplätze sind oft einfacher ausgestattet und stärker auf Ruhe, Landschaft und Naturerlebnis ausgerichtet. Das bedeutet nicht automatisch, dass es dort gar keine Infrastruktur gibt. Manche Naturplätze haben Sanitäranlagen und Strom, andere sind bewusst sehr schlicht gehalten.

Wer solche Plätze nutzt, sollte vorher genau prüfen, was vorhanden ist. Gibt es Trinkwasser? Gibt es Strom? Wo wird Grauwasser entsorgt? Gibt es eine Möglichkeit für die WC-Kassette? Ist der Platz für Wohnwagen geeignet oder eher für Zelte und kleine Fahrzeuge?

Gerade für Camper, die autark stehen können, sind solche Plätze interessant. Trotzdem sollte man sich nicht überschätzen. Autarkie bedeutet nicht, dass man unbegrenzt unabhängig ist. Strom, Wasser, Gas und Entsorgung müssen realistisch geplant werden.

 

Komfort- und Luxuscampingplätze

Komfortcampingplätze oder große Ferienparks bieten deutlich mehr Ausstattung als einfache Plätze. Dazu können Schwimmbäder, Wellnessbereiche, Restaurants, Supermärkte, Animation, Sportangebote, Mietbäder, Mobilheime oder Glamping-Unterkünfte gehören.

Für Familien mit Kindern kann das ideal sein, weil vieles direkt auf dem Platz stattfindet. Kinder finden schnell Beschäftigung, und die Eltern müssen nicht jeden Tag ein neues Programm planen. Auch für Camper, die nicht auf Komfort verzichten möchten, sind solche Plätze interessant.

Der Nachteil: Große Campingresorts sind oft lebhafter, teurer und in der Hauptsaison schnell voll. Wer Ruhe sucht, sollte genau prüfen, ob der Platz wirklich zur eigenen Vorstellung von Urlaub passt. Nicht jeder möchte morgens vom Animationsprogramm geweckt werden oder abends Musik vom Nachbarbereich hören.

 

Wohnmobilstellplätze

Wohnmobilstellplätze sind keine klassischen Campingplätze, werden aber oft als Alternative genutzt. Sie sind meist für kürzere Aufenthalte gedacht und bieten je nach Platz Strom, Frischwasser, Entsorgung oder Automatenzahlung. Manche Stellplätze liegen direkt in Orten, an Thermen, bei Weingütern oder in Hafennähe.

Für Wohnmobilreisende sind solche Plätze praktisch, wenn man flexibel unterwegs ist und nicht den vollen Campingplatzkomfort braucht. Für Wohnwagen sind viele Stellplätze allerdings nicht geeignet oder nicht erlaubt. Das sollte man vorher prüfen.

Der Vorteil liegt in der Einfachheit. Ankommen, stehen, versorgen, weiterfahren. Wer allerdings länger bleiben, ein Vorzelt aufbauen oder Campingplatzleben genießen möchte, ist auf einem richtigen Campingplatz meist besser aufgehoben.

 

Wildcamping und freies Stehen

Wildcamping in der freien Natur
Foto © by depositphotos.com | DmitryPoch

Wildcamping bedeutet, außerhalb offizieller Campingplätze in der freien Natur zu übernachten. Das klingt für viele nach Freiheit, ist rechtlich aber nicht einfach. In Deutschland ist Wildcamping in der Regel nicht erlaubt oder nur unter engen Voraussetzungen möglich. Entscheidend sind unter anderem Bundesland, Fläche, Schutzgebiet, Eigentümerzustimmung und die Art der Übernachtung.

Auch in Europa unterscheiden sich die Regeln stark. In manchen Ländern gibt es mehr Freiheiten, in anderen drohen Bußgelder. Wer frei stehen oder zelten möchte, sollte sich deshalb vorher genau informieren und nicht einfach davon ausgehen, dass es schon erlaubt sein wird.

Wichtig ist auch die Rücksicht auf Natur und Anwohner. Kein Müll, kein offenes Feuer, keine Schäden, keine Lärmbelästigung und kein Verhalten, das dazu führt, dass freie Plätze später gesperrt werden. Freiheit funktioniert beim Camping nur, wenn man Verantwortung übernimmt.

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Wie finde ich den passenden Campingplatz?

Den besten Campingplatz gibt es nicht. Es gibt nur den Platz, der am besten zum eigenen Urlaub passt. Genau das wird oft unterschätzt.

Vor der Buchung sollte man sich ein paar einfache Fragen stellen. Reist man mit Kindern, Hund oder allein? Soll der Platz ruhig sein oder darf er lebhaft sein? Braucht man Strom, Wasseranschluss, WLAN oder ein Restaurant? Soll der Platz direkt am Meer liegen oder reicht eine gute Lage in der Nähe? Will man viel unternehmen oder eher auf dem Platz bleiben?

Bewertungen können helfen, sollten aber richtig gelesen werden. Ein Camper beschwert sich vielleicht über fehlende Animation, während genau das für einen anderen ein Vorteil ist. Manche Bewertungen sind sehr subjektiv. Deshalb lohnt es sich, zwischen den Zeilen zu lesen und auf wiederkehrende Punkte zu achten: Sauberkeit, Lautstärke, Freundlichkeit, Stellplatzgröße, Zustand der Sanitäranlagen und Lage.

Ich schaue mir inzwischen auch immer an, wie ein Platz bei schlechtem Wetter funktionieren würde. Steht man auf Wiese oder Schotter? Gibt es befestigte Wege? Wird der Platz bei Regen matschig? Gibt es genug Platz zum Rangieren? Solche Fragen wirken klein, können aber den Urlaub retten.

 

Die Wahl des richtigen Stellplatzes

Auch auf einem guten Campingplatz kann der falsche Stellplatz stören. Zu nah am Sanitärgebäude, direkt an der Hauptzufahrt, ohne Schatten oder neben dem Spielplatz – je nach eigener Situation kann das gut oder schlecht sein.

Wer mit Kindern reist, möchte vielleicht kurze Wege zum Spielplatz oder Waschhaus. Wer Ruhe sucht, nimmt lieber einen Platz etwas abseits. Wer mit Hund unterwegs ist, freut sich über kurze Wege ins Grüne. Wer ein großes Gespann fährt, sollte auf Zufahrt, Rangiermöglichkeiten und Parzellengröße achten.

Schatten ist im Sommer ein großer Vorteil. Gleichzeitig können viele Bäume bei Sturm, Harz, Vogelkot oder schlechtem Satellitenempfang auch Nachteile haben. Ein natürlicher Windschutz durch Hecken oder Büsche kann angenehm sein, vor allem beim Vorzelt oder beim Kochen draußen.

Mein Tipp: Wenn ihr die Wahl habt, schaut euch den Platz kurz an, bevor ihr endgültig aufbaut. Einmal falsch gestellt, ist der Wohnwagen zwar nicht verloren, aber unnötiges Umstellen kostet Zeit und Nerven.

 

Was kosten Campingplätze?

Kosten für Campingplätze und Stellplätze

Die Kosten für Campingplätze lassen sich nicht pauschal festlegen. Sie hängen stark von Land, Region, Saison, Ausstattung, Stellplatzkategorie und Personenanzahl ab. Ein einfacher Stellplatz auf einem kleinen Platz kostet deutlich weniger als ein Komfortplatz in einem großen Ferienpark direkt am Meer.

Als grobe Orientierung können einfache Zeltplätze oder kleine Stellplätze günstiger sein, während Komfortplätze mit Strom, Wasser, Abwasser, Meerblick oder privatem Sanitärbereich deutlich teurer werden. Hinzu kommen oft Kosten für Personen, Hunde, Strom, Kurtaxe, Umweltgebühren oder Reservierung.

PlatzartTypische EinordnungWorauf achten?
Einfacher Zeltplatz meist günstiger und einfacher ausgestattet Sanitär, Wetterlage, Schatten, Untergrund
Wohnwagen- oder Wohnmobilstellplatz je nach Ausstattung stark unterschiedlich Strom, Entsorgung, Zufahrt, Parzellengröße
Komfortplatz mehr Ausstattung, meist höherer Preis Wasser, Abwasser, Lage, Zusatzkosten
Ferienpark oder Luxuscamping oft teuer, dafür viele Angebote Animation, Pool, Restaurant, Hauptsaisonpreise
Dauercamping Miete meist saisonal oder jährlich Nebenkosten, Regeln, Kündigung, Stromabrechnung

Exakte Preise sollte man immer direkt beim Campingplatz prüfen. Gerade in der Hauptsaison können sich Kosten schnell ändern. Außerdem sagen reine Stellplatzpreise wenig aus, wenn pro Person, Hund, Strom oder Kurtaxe noch weitere Beträge hinzukommen.

Die frühere lange Liste einzelner Campingplatzpreise habe ich bewusst nicht übernommen. Solche Angaben veralten schnell und können Leser eher verwirren, wenn sie nicht regelmäßig geprüft werden. Für einen Ratgeber ist es hilfreicher zu erklären, warum Preise so unterschiedlich sind und worauf man beim Vergleichen achten sollte.

 

Sicherheit auf dem Campingplatz

Campingplätze sind meistens sichere Orte. Trotzdem sollte man nicht völlig sorglos sein. Ein paar einfache Gewohnheiten helfen, damit der Urlaub entspannt bleibt.

  • Wertsachen nicht offen liegen lassen: Bargeld, Kamera, Laptop oder Schlüssel sollten nicht sichtbar im Vorzelt oder Fahrzeug liegen.
  • Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil sinnvoll sichern: Ein Schloss kann helfen, ersetzt aber keine Aufmerksamkeit. Beim Zelt sollte man bedenken, dass ein auffälliges Schloss auch neugierig machen kann.
  • Vor der Fahrt Technik prüfen: Reifen, Bremsen, Licht, Gas, Kupplung, Spiegel und Ladungssicherung sollten vor der Reise kontrolliert werden.
  • Wetter im Blick behalten: Bei Sturm sollten Markise, Vorzelt, Stühle und lose Gegenstände rechtzeitig gesichert werden.
  • Brandschutz ernst nehmen: Offenes Feuer ist nicht überall erlaubt. Grill, Kocher und Kerzen gehören nie unbeaufsichtigt in die Nähe von Zelten oder Vorzelten.
  • Kinder im Blick behalten: Gerade auf Campingwegen fahren Fahrräder, Autos und Wohnmobile. Kinder sollten wissen, wo sie spielen dürfen und wo nicht.
  • Erste-Hilfe-Set dabeihaben: Pflaster, Desinfektion, Zeckenzange, Schmerzmittel und persönliche Medikamente gehören zur Grundausstattung.
  • Hygiene nicht unterschätzen: Saubere Sanitärnutzung, ordentliches Spülen und richtige Müllentsorgung verhindern Ärger und Schädlinge.

Aus meiner Erfahrung sind es selten die großen Katastrophen, die den Campingurlaub stören. Meist sind es kleine Nachlässigkeiten: eine offene Markise bei Wind, ein vergessenes Kabel, herumliegende Wertsachen oder ein Grill, der zu nah am Vorzelt steht.

 

Zusammengefasst: Der passende Platz entscheidet über den Urlaub

Camping kann ganz unterschiedlich aussehen. Für die einen ist es ein einfacher Naturplatz ohne viel Ausstattung, für andere ein großer Familiencampingplatz mit Pool, Restaurant und Animation. Manche möchten dauerhaft an einem Ort stehen, andere reisen alle paar Tage weiter. Es gibt nicht die eine richtige Art zu campen.

Wichtig ist, ehrlich zu überlegen, was man selbst braucht. Ruhe oder Unterhaltung? Natur oder Komfort? Einfacher Stellplatz oder große Ferienanlage? Kurze Wege oder möglichst viel Abstand zu anderen? Wer diese Fragen vor der Buchung beantwortet, findet schneller den passenden Platz.

Nach vielen Jahren Camping würde ich sagen: Der beste Campingplatz ist nicht der mit den meisten Sternen oder den schönsten Bildern. Es ist der Platz, an dem man sich wohlfühlt, gut schlafen kann, mit der Umgebung zurechtkommt und am Ende denkt: Hier würde ich wieder herkommen.

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Schlagworte

Gegen Sturm sichern Kauf und Verkauf Wohnwagen Diebstahlschutz Reifen

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